Pfarre St. Clemens Heimbach - Wallfahrt in Heimbach
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Holtumer Oktav wurde eröffnet

Abt Friedhelm Tissen aus Kornelimünster leitete die Marien-Oktav in Holtum.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 28/2015

Maria – Mutter der Barmherzigkeit

So lautete das Thema der diesjährigen Holtumer Oktav unter der Leitung von Abt Friedhelm Tissen

Viele Pilger waren mit dem Fahrrad gekommen, einige zu Fuß, andere mit dem Auto. Sie alle wollten dasselbe: das Hochamt zum Auftakt der Holtumer Marienoktav erleben. Zuvor hatten die meisten die Prozession mit dem Allerheiligsten von der Pfarrkirche Beeck nach Holtum begleitet.

Hier wurden sie von Abt Friedhelm Tissen aus Kornelimünster begrüsst, der dieses Jahr die Oktav unter dem Thema „Maria – Mutter der Barmherzigkeit“ leitete. Zu Beginn des Hochamts unter der feierlichen Mitgestaltung durch den Kirchenchor zur Heiligen Familie aus Klinkum richtete Abt Tissen gleich einen Blick zum sonnigen Himmel, um festzustellen: „Das Wetter ist ein Geschenk des Himmels. Wir haben genügend Zeit, Gott zu loben und zu danken.“


Das Kreuz ist der Schlüssel zum Paradies

In dieser Woche gehe es um das Thema der Barmherzigkeit Gottes und der Menschen, erklärte er. Deshalb laute das Tagesthema auch „Gott, unser Vater, ist barmherzig“. Was es damit auf sich hat, erläuterte er in seiner Predigt. Gott treffe es ins Herz, wenn wir Menschen nicht in Frieden untereinander lebten, übereinander herzögen, andere totschwiegen und den anderen an die Wand reden würden. Gott habe sich das so nicht vorgestellt, sagte Tissen. Er habe seinen Sohn auf die Erde geschickt, um die Menschen zu retten und mit Gott zu versöhnen.  „Jesus ist der Heiland, der Retter und die Fleisch gewordene Barmherzigkeit Gottes“, predigte der Abt. Er erlöse uns, indem er hinaufsteige aufs Kreuz. Das Kreuz sei der Schlüssel für uns zum Paradies. Ein Kreuzschlüssel sei ein gutes Werkzeug, verglich er. Deshalb sei das Kreuz auch ein Himmelsschlüssel beziehungsweise eine Himmelsblume. „Das Kreuz schließt uns den Himmel auf“, betonte Tissen.

Wir als Menschen seien Gott nicht egal. Gott habe ein Auge, ein Ohr und ein Herz für uns. Deshalb sollten wir Gott immer wieder neu vertrauen. „Nehmen wir die Muttergottes an die Hand und lassen uns von ihr begleiten. Leben wir mit allen Sinnen auf Gott und auf einander hin, so werden wir barmherzig“, erklärte Abt Tissen. Auf diese Barmherzigkeit ging er während der ganzen Oktavwoche in seinen Predigten während der Pilger- messen ein. Tissen stellte dabei jeden Tag unter ein eigenes Tagesthema. Am Montag ging es um die „Kirche in Bewegung“. Das Thema am Dienstag hieß „Jesus hat Barmherzigkeit verkündet und vorgelebt“. Am Mittwoch predigte Tissen zur Thematik „Der Heilige Geist bewirkt barmherziges Handeln“. Weitere Themen der folgenden Tage waren unter anderem „Wer barmherzig ist, ist auch bereit zu vergeben“ und „Die Werke der Barmherzigkeit“.


Gott hat ein Auge, ein Ohr und ein Herz für uns

Abt Friedhelm Tissen wurde in Alpen am Niederrhein geboren. Von 1976 bis 1978 studierte er in Salzburg und der Ordensschule Sant’ Anselmo in Rom. 1981 wurde er in Gerleve zum Priester geweiht. In der Abtei Kornelimünster lebt er seit 1984. Hier wurde er Novizenmeister, Cantor und Prior und 2008 zum Abt gewählt.


Von Eva  Weingärtner

Veröffentlicht am 09.07.2015

 
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